FSlint – Saubermacher im Datensalat

FSlint heißt das Zauberprogramm für alle, die ein schlaues Programm suchen, um ihre eigenen Dateien wieder einmal aufzuräumen. Mit dem Programm kann man schnell und einfach Duplikate loswerden, leere Verzeichnisse aufstöbern und eliminieren, nach schlecht gewählten Dateinamen suchen und vieles mehr. Damit kann man in kurzer Zeit etwa eine MP3- oder Fotosammlung säubern und andere Mängel im Dateisystem finden und lösen.

Features

  • Duplikate suchen und löschen/mergen
  • leere Verzeichnisse löschen
  • Dateien mit schlecht gewählten Namen suchen und umbenennen (Leerzeichen, nicht UTF-8 konform)
  • temporäre Dateien löschen
  • fehlerhaft Symlinks eliminieren
  • ungültige Benutzer/Gruppen Berechtigungen korrigieren
  • Binärdateien mit Symboltabellen auffinden (non-stripped binaries)
  • Namenskonflikte lösen (gleiche Dateinamen)

Anwendung

Das Programme FSlint findet sich im AUR von Arch Lnux und in den Repositorien vieler anderer Linux-Distributionen (unter Ubuntu etwa einfach fslint aus dem [universe] Repository installieren). Nach der Installation startet man das Programm (fslint-gui) und begibt sich auf die Suche nach doppelten Dateien und anderen Problemen.
Auf der linken Seite wählt man eine Grundfunktion aus (etwa Suche nach Duplikaten oder leeren Verzeichnissen). Im oberen Teil des Programmes befindet sich eine Liste mit den zu durchsuchenden Ordnern, diese können mithilfe des Checkbuttons auf der rechten Seite wahlweise rekursiv durchsucht werden. Den Suchprozess startet man anschließend mit dem „Find“-Button unten links.
Die gefundenen Duplikate werden anschließend in einer Tabelle in Form von Gruppen ausgegeben. Man kann nun entweder Dateien einzeln selektieren, oder mithilfe des „Select“-Buttons massenhaft Dateien basierend auf deren Alter oder einer Wildecard (* für x-beliebige Zeichen) auswählen. Anschließend kann man die Dateien entweder löschen, oder mit dem „Merge“-Button durch Hardlinks (Symlinks, falls auf unterschiedlichen Partitionen) ersetzen. Letzteres löscht die Datei und spart dadurch den Speicherplatz ein, zerstört aber die Dateistruktur nicht.

Fazit

FSlint ist toll, um nach Jahren des hin und her Schiebens von Dateien wieder einmal aufzuräumen. Ich konnte in meinen 58GB persönlichen Daten immerhin 4GB an Duplikaten finden und einige hundert Dateien mit ungültiger UTF-8 Codierung aufspüren und umbenennen. Wichtig ist vor allem, dass man vor dem Drücken des „Delete“-Buttons noch einmal sicherstellt, wirklich nur das zu löschen, was man auch wirklich nicht mehr benötigt.

  1. […] sehr nützliches Tool um Datenmüll unter Linux zu entfernen habe ich in einem Blogeintrag bei Tridex.net (thx!) gefunden: FSlint (AUR) findet und entfernt Duplikate, fehlerhafte Dateinamen und Symlinks, […]