Super Talent Express Duo USB 3.0: Linux vs Windows

Nach Verlust meines letzten USB-Sticks habe ich mir vor ein paar Wochen einen neuen Super Talent Express Duo 32 GB USB 3.0 für gerade einmal 62 € gekauft. Verglichen mit meinem ersten USB-Stick, einem Sony USB 2.0 Stick mit satten 128 MB für rund 100 € sind die heutigen Sticks sowohl von der Geschwindigkeit als auch vom Speichervolumen eine wahre Revolution.

Da dieser USB-Stick mein erstes USB 3.0 fähiges Client Gerät darstellt, bin ich auch speziell an den Benchmarks mit der neuen Schnittstelle interessiert. In diesem Test habe ich den Stick sowohl mit Windows als auch unter Linux jeweils an der USB 2 als auch an der USB 3 Schnittstelle getestet. Dabei lag das Augenmerk einzig und allein auf der Raw Speed, also der Geschwindigkeit, die das absolute Maximum des Massenspeichergerätes bildet. Zum Testen der Raw Speed wird einfach an einer beliebigen Stelle (die Lese-/Schreibgeschwindigkeit ist bei Flashspeichern überall gleich hoch) die Lese-/Schreibrate gemessen. Eventuelle Verluste durch Dateisysteme kommen dadurch nicht zu tragen, was allerdings bedeutet, dass man diese Rate wohl nur bei sehr großen Dateien erreichen wird.

Testgerät

  • Windows 7 64-bit
  • ArchLinux Kernel 2.6.38 amd64

Test

Unter Windows verwende ich zum Testen das Freeware Programm HD Speed, mit dem sich einfach die Lese-/Schreibrate messen und anschließend auch grafisch darstellen lassen. Unter Linux hingegen habe ich zwei unterschiedliche Programme zum Test herangezogen: hdparm und dd.

Das Ergebnis fällt beinahe wie erwartet aus. Bei der Lesegeschwindigkeit ist bei USB 3 zwischen Windows und Linux kein Unterschied, beide mal performt der onbord USB 3.0 Controller ausgezeichnet. Etwas anders sieht das Ergebnis bei den Schreibgeschwindigkeiten aus, hier hat Windows sowohl beim Test mit USB 3 als auch mit USB 2 die Nase vorne. Leider kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob das schlechtere Abschneiden von Linux hier ein echtes Problem darstellt, oder die Messergebnisse durch die unterschiedlichen Programme verfälscht worden sind. Vorne liegt Linux jedoch wieder bei der Lesegeschwindigkeit unter USB 2.

Fazit

USB 3 funktioniert und die Geräte die mittlerweile am Markt sind kann man sich auch leisten. Zwischen Windows und Linux liegt performancetechnisch kein großer Unterschied, einzig und allein die Schreibgeschwindigkeit ist unter Windows etwas höher. Der Test selbst gibt nur Auskunft über die sequentielle Schreibrate und nicht, wie der Stick unter Normalbedingungen (Dateisystem, viele kleine Dateien) arbeitet.

Linux hat den USB 3 Controller übrigens sofort und ohne Installation von Treibern, sozusagen out-of-the-box erkannt. Windows hingegen benötigt spezielle Treiber für das Gerät, die mit der Hardware mitgeliefert werden. Soviel zum Thema Hardwaresupport zwischen Win und Linux…

Der USB-Stick selbst gefällt mir sehr gut, einzig und allein die Verarbeitung der Kappe (sie löst sich sehr leicht) und der Haltelasche (aus Plastik) könnten etwas besser sein. Für den Preis, die Geschwindigkeit und die Größe aber ein absoluter Top-Stick!

 

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