GNOME 3? Nein danke!

Morgen soll es soweit sein, GNOME 3 kommt! Sollten wir nicht alle in Begeisterung ausbrechen und Freudenschreie rufen? Sieht man sich verschiedenste Tests (etwa auf Golem oder im Standard) an, so bescheinigen vielen dem neuen Desktop ein relativ gutes neues Bedienkonzept. Die neue zentrale Komponente, die GNOME Shell, führt ein gänzlich neues Bedienkonzept ein und kümmert sicht fortan um das Starten der Programme, die Verwaltung von Tasks und den Umgang mit Dokumenten.

Für mich stand Gnome in den letzten Jahren immer für eine stetige Weiterentwicklung ohne große Revolutionen. Genau dieses Image möchte man scheinbar mit dem Release des neuen Gnome Desktops ablegen. Das neue Bedienkonzept kommt wahrlich einer Revolution gleich. Mein alter Geschichte Lehrer pflegte immer zu sagen: „Revolutionen sind historische Prozesse“. Wenn man etwas revolutioniert, dann besteht immer das Risiko, dass etwas schiefgeht. Genau das ist meiner Meinung nach bei der Gnome Entwicklung passiert. Behauptungen aufstellen ist einfach, darum möchte ich hier ein paar Eckpfeiler nennen, warum GNOME 3 für mich (zumindest in der Version wie es morgen veröffentlich werden soll), gestorben ist.

Die Unmündigkeit der User

Anerkennung hat GNOME für seine Einfachheit in der Benutzung gewonnen. Wir lieben Software, die einfach nur funktioniert: logisch, sauber, intuitiv und sinnvoll.[1]

Ja, dem kann man sich anschließen. Software die logisch aufgebaut ist, dass macht tatsächlich Sinn. Logisch ist es natürlich auch, dass man, um den „Herunterfahren“-Knopf finden zu können, die Alt-Taste gedrückt halten muss. Intuitiver geht es doch kaum, oder etwa nicht? Im Gnome Bugtracker brennt genau über diese scheinbar lächerliche Angelegenheit eine heftige Diskussion zwischen Befürworten und Gegner. Manche Argumentieren im Ernst damit, dass der Nutzer dazu gezwungen sein würde, seine Dateien vor dem Herunterfahren zu speichern. Befürworter finden, dass so ein tolles „Feature“ auf keinen Fall im neuen GNOME 3 fehlen darf. Angesprochen darauf, ob es nicht viel verwirrender für den User sei, die Alt-Taste zum Herunterfahren gedrückt halten zu müssen, wurde als offizieller Weg das vorherige Abmelden und anschließende herunterfahren über den GDM vorgeschlagen. Tolle Lösung!

Es gibt neben der Herunterfahren-Problematik auch noch eine zweite Sache die mich tierisch am neuen Desktop nervt. Ich finde gute Voreinstellungen für ein Programm sind wirklich eine tolle Sache, ein weiterer Grund der eigentlich für Gnome spricht.  Tatsächlich, auch GNOME 3 kommt mit einem guten Design und auch sonst recht praktikablen Default-Settings daher. Das neue Theme ist recht anschaulich, hier aber kommt das große ABER! GNOME 3 beschränkt sich in Bezug auf die Konfiguration auf das absolute Minimum.  Keine Theme Änderungen sind möglich, keine Änderung an den Farbsettings, wenig Einstellungen in Bezug auf Energieverwaltung, etc. Voreinstellungen sind gut, aber Konfigurierbarkeit ist für jeden, der auch nur ein wenig seinen eigenen Geschmack am Desktop haben möchte ein muss. Auch Gnome 2 wurde oftmals vorgeworfen, dass es zu wenig konfigurierbar sei, mit GNOME 3 wurde meiner Meinung nach aber eine kleine imaginäre weiße Linie überschritten. Lustigerweise führt jedes Kommentar in Foren und sonstigen Diskussion über die mangelnden Konfigurationsmöglichkeit zum Aufschrei mindestens eines Users, der meint, mit dem dconf Editor könnte man ja eh alles machen. Gut, ist ja auch kein Unterschied ob man in einer Registrierung herumhackt oder komfortabel ein paar Dialoge ausfüllt. Der Verweis auf den dconf Editor kann doch nicht ernst gemeint sein, wenn sich das GNOME Projekt bei jeder Gelgenheit die „Einfachheit in der Benutzung“ auf seine Fahne schreibt.

Je größer desto besser

Könnte man meinen, aber weit gefehlt. Die Designer von GNOME 3 scheinen bei der Auswahl der Größe der Buttons wohl eher einen Fuß eines Elefanten auf einem überdimensionierten Touchscreen im Kopf gehabt haben, als einen kleinen filigranen Mauszeiger. Die Knöpfe wirken alle weit überdimensioniert und verbrauchen selbst auf einem großen Bildschirm teilweise doch sehr sehr viel Platz. Öffnet man zum Beispiel das Aktivitätenfenster der GNOME Shell, so wird man mit Iconkolossen regelrecht erschlagen. Auf meinem 24“ Widescreen hat jedes Icon ungefähr 3cm große Seitenkanten, für mich eindeutig zu viel um eine gute Übersicht zu bewahren.

Je umständlicher desto besser

Das neue Bedienkonzept der GNOME-Shell, ohne eine Taskleiste, stattdessen eine Übersicht aller laufenden Programme die man entweder mittels der „Super“-Taste oder durch fahren in die linke obere Ecke bekommt, finde ich persönlich für extrem unübersichtlich und produktionshemmend. Es stimmt zwar, dass auch das herkömmliche System mit Taskleiste nicht immer gerade übersichtlich ist, im Vergleich zum neuen GNOME 3 Konzept aber immer noch einfacher. Um etwa zwischen 2 Fenstern hin und her zu wechseln reicht in der alten Version eine kurze Mausfahrt zum jeweiligen Taskicon mit anschließendem Klick auf jenes. Im neuen System muss man dafür in die GNOME-Shell Ansicht wechseln, sich das Fenster suchen und kann erst dann einen Klick darauf machen. Das Problem daran ist meiner Meinung nach, die fehlende Übersicht. Ich persönliche Wechsle die Fenster meist im 30 Sekundenrythmus. Skype Chat 1 -> Browser -> Geany -> Browser -> PDF Dokument 1 -> Chat 2 -> Chat 1 -> Geany -> Browser -> PDF Dokument 2 -> Chat 1 -> Browser -> Geany…. Mit der Gnome Shell findet man allerdings immer nur ein Fenster auf dem Desktop, alle anderen verstecken sich und sind auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Für mich persönlich mehr als nervig…

Wo verstecken sich die praktischen Neuerungen?

Mal abgesehen von der Shell und dem damit verbundenem Bedienkonzept, dem Compositor, wo verstecken sich die wirklich praktischen Neuerungen. Einige gute Dinge bringt der neue Gnome Desktop tatsächlich mit sich: Das neue Benachrichtigungssystem gefällt mir relativ gut, vor allem das sofortige Beantworten von Nachrichten. Leider funktioniert das natürlich nicht mit Skype, dass aufgrund meines dortigen Freundeskreises mein Hauptchatclient ist. Recht gut gefällt mir auch die Möglichkeit des Window-Tilings, eine Funktion die viele wahrscheinlich aus Windows 7 und KDE 4 kennen. Man schiebt ein Fenster auf eine Seite, und es vergrößert sich automatisch auf die halbe Bildschirmfläche. Diese Funktion ist extrem praktisch, wenn man einen großen Monitor hat und etwa einen Browserfenster und ein Textverarbeitungsprogramm parallel öffnen kann. Einen Wehrmutstropfen gibt es dabei, ein so geöffnetes Fenster lässt sich nicht mehr in der Größe (Breite) verändern. So ist man gezwungen immer 50:50 Aufteilungen zu machen.

Ansonsten fehlen die großen praktischen Neuerungen und wenn mich jemand fragen würde, was ich mir denn genau gewünscht hätte, so hätte ich auch keine passende Antwort darauf. Gnome 2 war so wie er war schon sehr nahe an der Perfektion. Natürlich gibt es immer Kleinigkeiten die man verbessern kann. Eine bessere Desktopsuche wäre zum Beispiel wünschenswert (konnte mich weder mit Beagle noch mit Tracker richtig anfreunden).

Fazit

Für mich heißt die Veröffentlichung von GNOME 3 erstmal Abschied nehmen, zwar nicht für immer, aber zumindest solange, bis die Gnome Entwickler wieder zur Vernunft gekommen sind, und einen Herunterfahren-Button nicht mehr als Feature ansehen und wieder mehr Konfigurationsmöglichkeiten existieren. So lange werde ich auf Xfce umsteigen, eine schlanke Alternative, die sich mit ein paar Einstellungen recht schnell zu einem Gnome-alike umwandeln lässt. Die Gnome Fallback Möglichkeit ist keine Option, sie ist Wahrheit nur eine abgespeckte Version des GNOME 3 Desktops ohne Shell, stattdessen mit Menüleisten und Anwendungsmenü, aber so wie die Vollversion, ohne jegliche Einstellungsmöglichkeiten. Adieu Gnome, vielleicht auf ein Wiedersehen ein paar Versionen später!

[1]: http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.18/

Update: Anscheinend geht es nicht nur mir so, auch Linus Torvalds hat sich nun zu GNOME 3 äußerst kritisch geäußert. GNOME 3 sei „inakzeptabel“ und ein großer Rückschritt im Vergleich zu Gnome 2.x. Er selbst verwende jetzt XFCE. Auch andere prominante Open Source Entwickler sind mit der neuen Entwicklung von Gnome nicht sehr zufrieden.

  1. Jan sagt:

    Mahlzeit! Ich vermisse den Facebook Like Button? 😉

  2. Sven sagt:

    Du hast schon Recht, die praktischen Neuerungen (z.B. Fensteranordnung, Benachrichtigungssystem) halten sich noch in Grenzen, was natürlich schneller in’s Auge springt sind alle grafischen Änderungen. Wenn einem das neue Design gefällt (was bei mir der Fall ist), ist man sicher eher bereit, einige (eher umständlich erreichbare) Anpassungen vorzunehmen, damit alles so funktioniert wie man es haben möchte. (Schriftgröße lässt sich z.B. gut mit dem Gnome Tweak Tool anpassen)

    Ich denke aber, dass mit Gnome 3 durchaus die Grundlage vorhanden ist, künftig neue praktische und „moderne“ Funktionen zu integrieren. (siehe z.B. http://www.omgubuntu.co.uk/2011/04/zeitgeist-work-towards-gnome-3-2/)
    Klar müssen viele Programme auch erst für Gnome angepasst werden (die oft angepriesenen Chat-Benachrichtigungen funktionieren z.B. nur mit Empathy), aber ich seh’s erstmal eher positiv, dass sich da was tut in der Gnome/Linux-Welt. :)
    Xfce wäre mir zu spartanisch, da würde ich dann doch lieber weiter Gnome 2 oder den Gnome 3 Fallback-Modus benutzen. 😉

    • schneida sagt:

      Ich geb dir recht, dass Xfce im Vergleich zu Gnome 2 etwas spartanischer ist, obwohl sich die meisten Funktionen entweder leicht nachrüsten lassen oder mit dem neuen Xfce 4.8 dazu gekommen sind. Mittlerweile funktioniert auch schon der Zugriff auf Samba und andere Freigaben über Thunar exakt gleich gut wie unter Gnome, sogar Panel Applets lassen sich teilweise direkt aus Gnome übernehmen. Alles in allem top!

      Was sicherlich auch stimmt: Gnome 3.2 wird um einiges besser werden. Insofern verstehe ich aber nicht warum die Gnome Entwickler nicht von Hauses etwas länger gewartet haben. Steht zwar eh schon überall, aber warum haben sie nicht aus den Fehlern von KDE 4.0 gelernt. Heutzutage zählt wohl nur noch hauptsache neue Version rausbringen, egal obs fertig ist oder nicht und danach erst Patches nachwerfen: Windows Vista, WeTab, KDE 4.0, Gnome 3, diverse Spiele…

      Zum neuen Theme: schön und gut dass es über all nette Grafikgimicks gibt, aber ich brauch weder einen transparenten Desktop noch sonstigen Grafikschnickschnack. Wenn das DIE große Neuerung sein sollte…

  3. Sven sagt:

    Naja ich denke mal, dass es grade bei größeren nicht-kommerziellen Projekten schwer ist, nicht vom 100sten ins 1000ste zu kommen und dass man halt schauen muss, dass man irgendwo einen Schlussstrich zieht. Der Schlusstrich scheint in diesem Fall halt zu sein „Wenig neue Funktionen, aber die neu Technik läuft (auf aktuelleren Systemen) weitgehend stabil“.
    Xcfe hatte ich mir, bevor ich Gnome 3 angeschaut habe, auch kurz mal angesehen. Im Vergleich zu Gnome 2 gab es mir halt zu viel zu ändern, weshalb ich da vom Wechsel abgesehen hab. Dass Xcfe sehr effizient ist, wenn man das doch tut, stimmt sicher. Grade für meinen Laptop könnte ich mir das in Zukunft auf vorstellen…

    Was grafischen Schnickschnack angeht, sehe ich das ähnlich. Ein Grund, weshalb ich immer von KDE fern geblieben bin, waren solche unnötigen Effekte. Totzdem mag ich’s wenn es ein wenig „anschaulicher“ aussieht und dann auch einen sinnvollen Nutzen hat. (Ein Beispiel ist die abgerundete obere Leiste bei Gnome 3) Bei Gnome 3 habe ich schon den Eindruck, dass sich die Verantwortlichen über solche Dinge länger Gedanken gemacht haben, auch wenn ich die abschließenden Entscheidungen nicht überall für richtig halte. 😉

  4. Javier sagt:

    Hallo Schneida,
    ich warte schon gespannt auf neue aufregende Blogposts von dir!

    mfg!

  5. MadHat sagt:

    Also, ich muss auch sagen das ich vom Gnome 3 grundsätzlich positiv überascht bin. Was mich aber auch wirklich richtig stört, ist die zu groß geratenen Fensterleiste bzw. halt die Buttons. Was sowas soll frag ich mich.

    Das ist in Unity mit dem Globalmenu irgendwie doch besser gelöst. Zumal ich nur einen 15,6″ Laptop habe, da ist das echt krass. Auch alle anderen Symbole, wie oben ja schon beschrieben, sind viel zu groß.

    Gibt es da eine Möglichkeit das im nachhinein mit gconf-editor oder so zu ändern?

    Grüße

  6. MadHat sagt:

    Also, für alle die das auch stört mit der Titelleiste… Hier gibt es eine Anleitung wir man das Problem wirklich gut in den Griff bekommt. So gefällt mir das ganze dann schon viel besser… Jetzt noch schwupps die Menüleiste im FF ausgeschaltet und schon kann ich damit eigentlich gut leben. Hier der Link

    http://mikeyshelpdesk.blogspot.com/2011/04/gnome-3-massive-title-bar.html

    • schneida sagt:

      Danke für den Link (auch wenn ich selbst Gnome 3 nicht benutze, vielleicht hilfts ja jemand anderem!).

      Unity muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer ansehen. Auch wenn ich eigentlich nicht so der Fan von MacOSX Panels und Menüs bin (und die Global Menüs sind ja eingentlich genau so wie beim Mac wenn ich mich nicht täusche).

  7. Max sagt:

    Hab den Gnome 3 erst heute bei einem grafischen Login auf einem Fedora 15-Client kennenlernen dürfen. Nach der Total-Kaputtmachung des nett aussehenden, einfachen und komfortablen KDE3 ist nun auch der etwas weniger umgängliche, aber unkomplizierte Gnome 2 dran. Statt an der Sicherheit und besserer Kompatibilität der existierenden Desktops zu arbeiten, will man offenbar allen Ernstes behaupten, diese hirnkranke Verschlimmbesserung hieße „Weiterentwickung“… danke Leute. Werde wohl, total überwältigt von den neuen „Features“ dieses desktopähnlichen Etwas, auf Fluxbox umsteigen.

    Gruß, Max

  8. Johannes sagt:

    Hi,

    normalerweise finde ich Blogs ziemlich dämlich und lese die allerwenigsten Beiträge. Über diesen Beitrag von dir bin ich zufällig gestolpert — und ich muss sagen, er spricht mir sowas von aus der Seele! Genau deine Erfahrung habe ich auch gemacht, ich bin völlig enttäuscht von Gnome3. Und ich meine nicht „enttäuscht“ im Sinne von „das hat meinen Erwartungen nicht entsprochen“, sondern ich fühle mich regelrecht hintergangen von den Gnome-Entwicklern. Nach all den Jahren! Ich verwendete Gnome über 10 Jahre lang. Es tut mir schon irgendwie weh, wegzuwechseln (natürlich auch zu xfce), zumal ich nicht glaube, dass die Gnome-Entwickler eine Umkehr machen werden. Wie schade!

    Naja, ich finde du bringst die Kritik gut auf den Punkt. Insbesondere die Entmündigung des Nutzers finde ich besonders gravierend. Naja.

    Viele Grüße,
    Johannes

  9. mich hat bisher Gnome 3 und die Einstellung von Gnome 2 total verunsichert. Mir reicht Debian 6.0 mit Gnome 2 vollkommen aus, zumal Gnome sehr ausgereift ist. Ich verstehe den Weggang nicht, zumal ja generell die „Politik“ immer mehr beweist, dass Neues nicht besser ist sondern viel verschlimmert. Das gilt m. E. auch für Linux. Die Unsicherheit mit den vielen Halblösungen grault geradezu Neuanfänger weg. Weder Mate noch Cinnamon oder gar Gnome 3 können dem alten Desktop mit den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten und das Einrichten einer stabilen Arbeitsebene das Wasser reichen. Das hab ich gerade erst wieder bei einer Neuinstallation vom LMDE gemerkt und bin reumütig zu Debian zurückgekehrt. Mit Squeeze und ggf. anderen Kernel fehlt mir absolut nichts. Und auch auf die wackelnden Fenster von Compiz mag ich einfach nicht verzichten. Rückschritt ist manchmal Fortschritt. Mal schauen wie lange das durchzuhalten ist. Unity und KDE ist absolut ein „No Go“.

  1. picomol.de sagt:

    Unity oder GNOME Shell? Ein Vergleich der beiden Oberflächen…

    Hui, was für ein gefährliches Thema. Bei Vergleichen zwischen Desktop-Oberflächen in der OpenSource-Welt muss man ja immer aufpassen, keinen Flamewar anzuzetteln. Deshalb stelle ich folgenden Hinweis vorweg: Dieser Artikel soll meine persönliche Meinun…