Posts Tagged ‘Performance’

Durchgedrehter Laptop-Akku…

Geposted in Hardware, Tipps am 10. März 2012 um 21:21 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Ich habe soeben die interessanteste Lösung eines Computerproblems überhaupt gefunden. Die Problemschreibung: Ein altes Acer Aspire 1690 Notebook reagiert kurz nach dem Starten weder auf die interne Tastatur noch auf Touchpad Eingaben, funktioniert aber einwandfrei mit einer externen Tastatur. Auch ein langer Druck auf den Einschaltknopf (mehr als 15 Sekunden) funktionieren nicht mehr, aber mithilfe externer Eingabegeräte lässt sich der Computer ohne Probleme steuern. Ein Blick in den Taskmanager zeigt, dass der Windows SYSTEM Prozess nahezu 100% der gesamten CPU-Zeit beansprucht. Der Process Explorer offenbart, dass Deferred Procedure Calls nahezu alle Systemresourcen aufbrauchen. Laut Wikipedia sind sie dafür zuständig, dass weniger wichtige Interrupts von Treibern verzögert werden können um wichtigere Aufgaben möglichst schnell bearbeiten zu können. Einige Google-Suchen später ist das Problem gelöst: Scheinbar gibt es einen Hardware-Bug mit einigen älteren Acer Notebooks, der im Zusammenhang mit kaputten Batterien dazu führt, dass die Kommunikation zwischen Notebook und Akku aus den Fugen gerät. Zieht man den Akku im laufenden System aus dem Schacht, geht die Systemauslastung sofort auf ein normales Niveau zurück und alle Probleme sind behoben. Ich konnte es nicht glauben, aber es funktioniert tadellos. Dieser Bug bekommt von mir den Tag: WTF!

Runter vom Gas – Prozesse unter Linux drosseln

Geposted in Linux, Planet, Tipps am 25. Februar 2012 um 11:14 von schneida – 6 Kommentare

Eltern wissen es bereits und ein tüchtiger Linux Administrator kennt es ebenfalls: Grenzen setzen! Meist ist es zwar gewünscht Prozesse so schnell wie möglich wieder abzuschließen, manchmal möchte man aber doch etwas auf die Bremse treten und den einen oder anderen Prozess künstlich langsamer machen etwa, um nebenbei noch ungestört arbeiten zu können. Zum Glück gibt es unter Linux einige raffinierte Tools um genau das zu erledigen! mehr lesen »

Speedtest Self-Hosted

Geposted in Kurztest, Tipps am 17. Februar 2012 um 19:37 von schneida – 1 Kommentar

Wer schon immer einmal seinen eigenen Speedtest hosten wollte kann das nun mit dem Mini-Speedtest von speedtest.net machen. Das einzige was man benötigt ist ein Webserver der PHP, ASP.NET oder ASP unterstützt. Nach dem Download des Mini-Speedtest-Servers muss dieser nur noch entpackt werden und der Webserver so konfiguriert werden, dass er auf die richtige index-Datei verweist. Dann kann es schon losgehen mit dem Testen. Wozu das ganze gut sein soll? Ehrlich gesagt, keine Ahnung, lustig ist es auf alle Fälle um mal zu sehen ob sein Server tatsächlich schneller als seine eigene Anbindung ist. Eventuell könnte man es noch zum Testen von LANs hernehmen, dazu gibt es aber bereits handlichere Alternativen wie zum Beispiel iperf. Wer den Mini-Speedtest einmal in Aktion sehen möchte, kann gern meine Testseite unter speedtest.tridex.net ausprobieren ;-).

SSH Cipher wechseln – schneller Datentransfer mit weniger CPU-Last

Geposted in Linux, Planet, Tipps am 14. September 2011 um 14:00 von schneida – 9 Kommentare

Ich verwende gelegentlich meinen DD-WRT Router zum Download großer Daten aus dem Internet (so wie heute das neue Windows 8 Developer Image) um bei Downloadzeiten von mehreren Stunden diese in der Nacht, ohne laufenden PC durchführen zu können. Am DD-WRT hab ich dazu einen USB-Hub samt mehrerer 8GB USB-Sticks auf denen die Daten liegen. Weil ich zu faul bin einen lokalen FTP-Server oder einen Samba-Server auf dem Router aufzusetzen (und es den bereits knappen RAM noch mehr belasten würde), nutze ich meist SCP (aus mangeln eines voll-funktionsfähigen SFTP-Servers auf dem Router) um die Daten dann auf den lokalen PC zu transferieren. Ein Vorteil von SSH, die Verschlüsselung, bringt in diesem speziellen Fall allerdings einen großen Nachteil mit sich: der ohnehin nicht besonders schnelle Router (Broadcom BCM4785 CPU — 300 Mhz) wird durch die Encryption extrem ausgebremst. So pendelt sich die Datentransferrate mit den Defaultsettings bei ungefähr 400 KB/s ein (was im Vergleich zu meiner Internetanbindung mit 500 KB/s schon wirklich langsam ist). Leider gibt es keine Möglichkeit die Verschlüsselung komplett zu deaktivieren (wenn jemand doch eine kennt, bitte ich um Korrektur), aber man kann zumindest einen schnelleren Verschlüsselungsalgorithmus auswählen:

-c blowfish|3des|des
Selects the cipher to use for encrypting the session. 3des is used by default. It is believed to be secure. 3des (triple-des) is an encrypt-decrypt-encrypt triple with three different keys. blowfish is a fast block cipher, it appears very secure and is much faster than 3des des is only supported in the ssh client for interoperability with legacy protocol 1 implementations that do not support the 3des cipher. Its use is strongly discouraged due to cryptographic weaknesses.

Weil in diesem speziellen Fall die Verschlüsselung eigentlich komplett irrelevant ist, ist es auch komplett egal, wenn man einen unsicheren Cipher wählt. Mit dem blowfish Cipher pendelt sich die Datenrate bei mir bei immerhin 3 MB/s ein (um 750% schneller als mit dem 3des Cipher). Die Load des Routers steigt trotz dieses schnelleren Ciphers auf 2.5, es gäbe also noch Potenzial zur Verbesserung durch noch schnellere Verschlüsselungsverfahren (oder eben die komplette Deaktivierung).

Firefox 5 gegen Firefox 4

Geposted in Kurztest, Planet am 19. Juni 2011 um 10:35 von schneida – 2 Kommentare

Mozilla hat Version 5 des Webbrowsers Firefox veröffentlicht (wie ich heute morgen hier erfahren hab). Nachdem Mozilla seine Updatepolitik nach dem langen Warten auf Version 4 verändert hat und nun Major-Realeases in sehr viel kürzeren Zeitabständen herausgibt, verwundert es kaum, dass Version 5 im Vergleich zum 4rer nur wenig Neuerungen bietet, etwa generelle Verbesserungen im Bereich JavaScript, dem HTML 5 Canvas Element, Netzwerkgeschwindigkeit,…

Angeregt durch das Ubuntublog.ch habe ich mir Überlegt, einen ähnlichen Test mit den Firefox Versionen 4 und 5 anzustellen, um zu sehen, ob sich tatsächlich Verbesserungen hinsichtlich der Performance ergeben.
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Super Talent Express Duo USB 3.0: Linux vs Windows

Geposted in Hardware, Kurztest am 26. April 2011 um 12:58 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Nach Verlust meines letzten USB-Sticks habe ich mir vor ein paar Wochen einen neuen Super Talent Express Duo 32 GB USB 3.0 für gerade einmal 62 € gekauft. Verglichen mit meinem ersten USB-Stick, einem Sony USB 2.0 Stick mit satten 128 MB für rund 100 € sind die heutigen Sticks sowohl von der Geschwindigkeit als auch vom Speichervolumen eine wahre Revolution.

Da dieser USB-Stick mein erstes USB 3.0 fähiges Client Gerät darstellt, bin ich auch speziell an den Benchmarks mit der neuen Schnittstelle interessiert. In diesem Test habe ich den Stick sowohl mit Windows als auch unter Linux jeweils an der USB 2 als auch an der USB 3 Schnittstelle getestet. Dabei lag das Augenmerk einzig und allein auf der Raw Speed, also der Geschwindigkeit, die das absolute Maximum des Massenspeichergerätes bildet. Zum Testen der Raw Speed wird einfach an einer beliebigen Stelle (die Lese-/Schreibgeschwindigkeit ist bei Flashspeichern überall gleich hoch) die Lese-/Schreibrate gemessen. Eventuelle Verluste durch Dateisysteme kommen dadurch nicht zu tragen, was allerdings bedeutet, dass man diese Rate wohl nur bei sehr großen Dateien erreichen wird.
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