Linux

LVM2 Setup

Geposted in Linux, Planet, Tutorial am 28. Juli 2011 um 11:16 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

LVM steht für Logical Volume Manager und bietet eine intelligente Abstraktionsschicht zwischen Festplatten, Partitionen und Dateisystemen. Das ermöglicht es dem Administrator eines Systems mit einer viel größeren Flexibilität an die Verwaltung von Speicher heranzugehen als mit herkömmlichen Partitionen. Die sogenannten Logical Volumes (kurz LV) bieten einige Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Partitionen:

  • Man kann sie leicht vergrößern und verkleinern (vorausgesetzt das Dateisystem unterstütz eine derartige Funktion ebenfalls).
  • Sie können sich über mehrere physikalische Partitionen und sogar Festplatten erstrecken.
  • Sie können von einer Festplatte auf eine andere verschoben werden, womit sich Hot-Plug & Play Systeme realisieren lassen.
  • Man kann Spiegelungen ähnlich wie RAID 0 vornehmen (Daten werden simultan auf mehreren Festplatten gespeichert, womit sich die Ausfallsicherheit erhöhen lässt).
  • Mithilfe von Snapshots kann man nahezu Augenblicklich große Datenmengen backupen.
  • Durch die Benennung von Logical Volumes (den “Partitionen” eines LVM) lässt sich das System einfacher administrieren.

In diesem Artikel möchte ich auf die Grundlagen eines LVM2-Setups eingehen, zeigen, wie man LVMs erstellt und verwaltet. Ich gehe dabei von einem aktuellen Linux-System (ich werde in den Beispielen Arch Linux verwenden) mit einem halbwegs aktuellen 2.6 Kernel aus. Kernel 2.4 unterstützt zwar ebenfalls LVM, allerdings nur eine veraltete Version, mit der sich nicht alle oben genannten Features nutzen lassen. Wer möchte, kann auch seine gesamte Linux Distribution mithilfe von LVM installieren. Da sich der Setup aber von Distribution zu Distribution unterscheidet, gehe ich hier nicht auf ein derartiges System ein.

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Linux Netzwerke ohne ifconfig

Geposted in Linux, Planet, Tutorial am 19. Juni 2011 um 12:02 von schneida – 4 Kommentare

In den letzten Wochen hat sich einiges im Umfeld von Arch Linux getan, zuerst Änderungen an den initscripts, Änderungen am Blacklisting von Kernelmodulen und unter anderem auch das Wegfallen der net-tools aus der base-Gruppe. Wer also momentan eine neue Arch Linux-Installation durchführt, die aktuellsten Pakete direkt von einem Mirror installiert und anschließend versucht mit den bekannten Tools ifconfig oder route das Netzwerk einzurichten wird sich über die Fehlermeldung bash: ifconfig: Kommando nicht gefunden. wundern.

Leider hat man die Entscheidung etwas anscheinend voreilig getroffen, die Wiki-Einträge über die Netzwerkkonfiguration verweisen alle noch auf die veralteten Tools und einige Programme wie dhcpcd oder der X-Server bemängeln das Fehlen der hostname-Binary. Deshalb möchte ich diesen kurzen Artikel zum Anlass nehmen, einige der wichtigsten ifconfig und route-Befehl mit dem nun zum Standard erklärten Tool ip aus dem Paket iproute2 zeigen.
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E-mails mit Anhang per Kommandozeile verschicken

Geposted in Linux, Planet, Programmieren am 30. Mai 2011 um 22:21 von schneida – 2 Kommentare

Eigentlich wollte ich gerade einen kurzen Blogpost über Googles Updatepolitik bei Android schreiben, zwischenzeitlich bin ich jedoch über ein anderes Problem gestolpert: E-Mails mit einem Anhang mittels der Kommandozeile verschicken. Zugegeben nicht ganz alltäglich, in meinem Fall nützlich um mittels eines Cronjobs samt Bashscript PDFs aus dem Internet zu laden und regelmäßig auszudrucken (mein Drucker hat eine eigene E-Mail-Adresse). Ein Script im Internet zu finden war nicht sonderlich schwer, viel problematischer war es jedoch, es zum Laufen zu bringen. Eine ganze halbe Stunde durchsuchte ich das Internet nach Hinweisen zu folgender Fehlermeldung:

Kann Verzeichniseintrag für Datei name@email.com nicht lesen: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
name@email.com: Kann Datei nicht anhängen.

Leider wurde ich bis auf ein paar Lokalisierungsdaten allerdings nicht fündig. Es dauerte wie gesagt ganze 30 Minuten, bis ich die dazu passende englische Fehlermeldung fand (“Can’t stat %s: %s”) und damit auch die Lösung des Problems. Um eine E-Mail über die Kommandozeile samt Anhang zu verschicken benötigt man (zumindest unter Arch Linux) folgenden Befehl:

echo "Text der E-mail Nachricht" | mutt -a /tmp/dokument.pdf -s "Betreff" -- name@email.com

Wichtig dabei sind die “–”, in alle von mir gefundenen Beispiele fehlen diese zwei Bindestriche, was zu obiger Fehlermeldung führt.

Netzwerkbrücken unter Arch Linux

Geposted in Linux, Tutorial am 1. Mai 2011 um 22:45 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Eine Netzwerkbrücke (engl. Bridge) ermöglicht es einem, zwei Netzwerke transparent auf der Schicht 2 des OSI-Modells zu verbinden. Der Unterschied zwischen einem Router liegt darin, dass die beiden physikalisch getrennten Netzwerke im gleichen Subnetz liegen, also alle Broadcasts und dergleichen ebenfalls übertragen werden. Bei mir findet ein Bridge eine praktische Anwendung als WLAN/LAN Bridge. Der Grund ist einfach: Mein ADSL-Modem sitz im Erdgeschoss während ein Großteil meiner Computer (aber nicht alle) im Keller stehen. Ein Kabel zwischen Keller und Erdgeschoss ist leider nicht möglich, daher bridge ich die Internetverbindung mittels WLAN (zum Einsatz kommen dabei 2 DD-WRT Router, wobei einer als Router und Accesspoint und der zweite (im Gegensatz zu seinem Namen) ausschließlich als WLAN/LAN Bridge fungiert). In diesem Tutorial möchte ich erklären, wie man eine Netzwerkbrücke unter Arch Linux erstellt.
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Xfce: Der schnellere Gnome!

Geposted in Linux, Planet, Tutorial am 30. April 2011 um 10:36 von schneida – 6 Kommentare

Es wird nicht mehr lange dauern, bis GNOME 3 in die offiziellen Repositorys von Arch Linux Einzug halten wird. [Update: Hab wohl eine gute Vorahnung gehabt. GNOME 3 wird nach extra verschoben, siehe Ankündigung] Daher wird es Zeit für mich, endgültig meine Sieben-Gnome-Sachen zu packen und zu Xfce zu wandern. In diesem kurzen Tutorial möchte ich einen Eindruck vermitteln, wie man Xfce 4.8 so konfiguriert, damit es Gnome 2 so ähnlich wie möglich kommt. Dabei muss man auf ein paar Dinge verzichten, bekommt allerdings etliche neue Möglichkeiten dazu. Mehr dazu aber später! Wen es interessiert warum ich Gnome nach nun schon beinahe 5 Jahren den Rücken zukehre, der kann gerne meinen Eintrag Gnome 3? Nein danke! lesen.

Xfce

Xfce ist eine leichtgewichtige Desktopumgebung die wie Gnome auf Basis von GTK arbeitet. Obwohl sie für eher schwächere Systeme ausgelegt wurde, merkt man das im Vergleich zu Gnome nur an der höheren Startgeschwindigkeit und dem geringeren Speichervebrauch sowohl im RAM als auch auf der Festplatte. Xfce erfüllt alle Kriterien einer modernen Desktopumgebung, wurde bereits in 40 verschiedene Sprachen übersetzt, kann über Themes an den eigenen visuellen Geschmack angepasst werden und ist zu den freedesktop.org Standards kompatibel, was soviel heißt, dass Dinge wie Autostart, Menüeinträge oder Verknüpfungen zwischen Dateityp und Programm kompatibel zu Gnome und KDE sind. Die aktuelle Version ist 4.8 und wurde im Jänner 2011 freigegeben.

Dieser Artikel zeigt, wie man Xfce unter Arch Linux installiert und konfiguriert, sodass man am Schluss eine Desktopumgebung ähnlich zu der von Gnome 2 bekommt.
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GNOME 3? Nein danke!

Geposted in IMHO, Linux, Planet am 5. April 2011 um 19:24 von schneida – 12 Kommentare

Morgen soll es soweit sein, GNOME 3 kommt! Sollten wir nicht alle in Begeisterung ausbrechen und Freudenschreie rufen? Sieht man sich verschiedenste Tests (etwa auf Golem oder im Standard) an, so bescheinigen vielen dem neuen Desktop ein relativ gutes neues Bedienkonzept. Die neue zentrale Komponente, die GNOME Shell, führt ein gänzlich neues Bedienkonzept ein und kümmert sicht fortan um das Starten der Programme, die Verwaltung von Tasks und den Umgang mit Dokumenten.

Für mich stand Gnome in den letzten Jahren immer für eine stetige Weiterentwicklung ohne große Revolutionen. Genau dieses Image möchte man scheinbar mit dem Release des neuen Gnome Desktops ablegen. Das neue Bedienkonzept kommt wahrlich einer Revolution gleich. Mein alter Geschichte Lehrer pflegte immer zu sagen: “Revolutionen sind historische Prozesse”. Wenn man etwas revolutioniert, dann besteht immer das Risiko, dass etwas schiefgeht. Genau das ist meiner Meinung nach bei der Gnome Entwicklung passiert. Behauptungen aufstellen ist einfach, darum möchte ich hier ein paar Eckpfeiler nennen, warum GNOME 3 für mich (zumindest in der Version wie es morgen veröffentlich werden soll), gestorben ist.

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Flash Fullscreen

Geposted in Linux am 3. April 2011 um 13:19 von schneida – 1 Kommentar

Seit ein paar Tagen funktioniert bei mir Flash nicht mehr im Fullscreen Modus. Ich weiß leider nicht woran es genau liegt, nur den Browser kann ich ausschließen, da das Problem sowohl mit Chromium als auch mit Firefox 4 auftritt. Nach dem Starten des Fullscreen Modus wird der Bildschirm schwarz und auf der rechten Seite werden ein paar gelbe Streifen angezeigt. Das System selbst stürzt nicht ab, nur die gesamte Bildausgabe funktioniert danach nicht mehr. Auch das Wechseln auf einen anderen virtuellen Terminal (tty) bringt nichts, der Bildschirm bleibt schwarz. Einzig allein ein Strg+Alt+Entf auf einer Konsole mit anschließendem Neustart des Systems hilft.

Die Lösung besteht im deaktivieren der Hardwarebeschleunigung von Flash. Dazu einfach einen Rechtsklick auf ein Flash-Applet -> Einstellungen -> Hardwarebeschleunigung aktivieren weghacken. Danach funktioniert Flash wieder ganz normal im Fullscreenmodus.

Das Problem tritt bei mir unter Arch Linux x86_64 mit den proprietären Grafiktreibern von ATI mit verschiedensten Flash-Versionen auf. Getestet habe ich sowohl das 32-bit Flash samt nspluginwrapper als auch das Beta Release der 64-bit Version.

[Update:] Es scheint am proprietären ATI Treiber zu liegen. Mit den OpenSource Treibern (im Arch Repo xf86-video-ati) funktioniert alles auch mit Hardwarebeschleunigung aktiviert ohne Probleme.

YouTube ohne Adobe Flash

Geposted in Kurztest, Linux am 25. März 2011 um 20:56 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Ich glaube beinahe jeder Linux-User, der sich hin und wieder von der Kommandozeile lösen kann und sich mit einem Browser in die Tiefen des Web 2.0 stürzt, kennt das Problem: Flash. Auf 32-bit Systemen funktioniert es ja mittlerweile recht tadellos, obwohl es auch hier immer wieder mal Aussetzer und Audio Probleme gibt. Schlimm ist bis heute die Situation aber für alle 64-bit Systemen. Ich weiß nicht wie es momentan unter Ubuntu und anderen Distributionen aussieht, unter Arch Linux wird aber immer noch auf die 32-Bit Version samt 32-bit Bibliotheken und ndiswrapper für den Firefox gesetzt. Es hat sich zwar mittlerweile bei Adobe manches hinsichtlich 64-bit Support für Linux getan, die 64er Version des Flashplugins ist allerdings immer noch als “Preview” gekennzeichnet und hinkt scheinbar immer wieder einmal der aktuellen Version hinterher, was vor allem bei Sicherheitsproblemen nicht vertretbar ist.
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Gnome Shell Archlinux

Geposted in Linux, Programmieren, Tutorial am 25. Januar 2011 um 19:14 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Hab mir gestern (nachdem ich einige sehr positive Artikel über die Gnome Shell gelesen habe) die Zeit genommen, sie selbst einmal zu installieren und anzutesten. Da die Installation an einigen Teilen nicht sehr intuitiv war (Python2 vs Python3), habe ich einen kleinen Artikel im ArchLinux-Wiki erstellt.

Wer interesse hat, die Gnome Shell unter ArchLinux anzutesten kann sich die benötigten Informationen jederzeit im Wiki ansehen.

Der erste Eindruck: Potential aber nicht ganz ausgegoren…

Mehrer Monitore unter Ubuntu (Dual Head)

Geposted in Linux am 21. November 2008 um 18:37 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Nachdem ich bisher zum Aktivieren eines zweiten Monitors oder Beamers am VGA bzw. HDMI Port immer den X-Server neustarten musste, habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, das ganze recht dynamische über RandR (XResize and Rotate Extension) zu machen. Da die graphische Oberfläche für RandR (GRandR) noch nicht so stabil sein soll, hab ich mein Glück mit dem Kommandozeilen Tool xrandr versucht. Auch das Erweitern des Monitors (so dass man Anwendungen einfach auf den zweiten Monitor ziehen kann anstatt den Output nur zu clonen) funktioniert mit Randr nach einigen Anpassungen an der xorg.conf recht gut.
Die Anleitung entstand unter Ubuntu 8.10 (seit Gusty Gibbon ist randr automatisch mitinstalliert). Als Hardware verwendete ich meinen Dell Latitude E6400 (VGA und HDMI Port) und einen uralten Röhrenmonitor.
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