Archiv für Januar 2013

XBMC 12.0 – Frodo veröffentlicht

Geposted in Android, Linux, Planet am 29. Januar 2013 um 21:39 von schneida – Sei der erste, der ein Kommentar schreibt

Wie ich soeben gesehen hab, ist XBMC Frodo Version 12.0 heute veröffentlicht worden. Nach elf Monaten Entwicklungszeit bringt die neue Version als Highlights die lang erwartete Unterstützung für Live-TV und Aufnahmen (PVR) sowie den Support zweier neuer Plattformen: Raspberry Pi und Android. Weiter Features sind unter anderem:

  • HD Audio Unterstützung: DTS-MA, Dolby True-HD mittels der neuen XBMC AudioEngine
  • Verbesserter 64bit Support für MacOSX
  • Verbesserte AirPlay Unterstützung, unter anderem im Zusammenhang mit Audio-Wiedergabe unter Windows
  • Bessere Filterung der Videobibliothek
  • Verbessertes UPnP-Sharing
  • Neue Bildformate für die Verwendung mit komplexen Skins
  • Neues Videoformat: h.264 10bit (alias Hi10P)
  • Video-Tags
  • Verbesserte BluRay Wiedergabe: Direktes Abspielen von BluRay ISO-Dateien, teilweise Menü-Funktionalität
  • Transifex als neues Übersetzungstool
  • Unterstützung für BSD
  • weitere kleine Detailverbesserungen
Ich hab das neue Frodo bereits eine Zeit lang auf dem Raspberry am Laufen und kann eigentlich nichts negatives berichten. Auch auf meinem Galaxy Nexus verrichtet XBMC anstandslos seinen Dienst, wenn ich dafür auch noch kein echtes Nutzungsszenario finden konnte (ich muss dringen einen MHL-Adapter anschaffen und die Performance bei HDMI-Out ausprobieren). Bei all den unterschiedlichen Plattformen fehlt nur noch eine verbesserte Unterstützung für synchronisierte Medienbibliotheken (etwa Unterstützung für wechselnde Pfade,…)

Informationen zum Download und zur Installation findet man auf der XBMC-Projektseite. Übrigens, wer Arch Linux nutzt ist klar im Vorteil, ein entsprechendes Paket befindet sich bereits in den Repositories und mein tägliches Systemupdate hat mich erst auf die News aufmerksam gemacht!

Steam mit Archlinux

Geposted in Kurztest, Linux, Planet, Spiele am 26. Januar 2013 um 15:14 von schneida – 6 Kommentare

News gibts ja genug rund um den neuen nativen Steam-Client für Linux und auch um die Pläne eine Steam-Spielekonsole basierend auf Linux herauszubringen. Persönlich finde ich diese Idee ungeheuer spannend, zumal mit Valve im Hintergrund tatsächlich eine reale Chance besteht, dass einige Games auf Linux portiert werden. Gerade vor kurzem “belauschte” ich das Gespräch einiger 14-jähriger Schüler auf ihrem Heimweg die sich ausführlich über Ubuntu unterhielten (!!!) und als einen der großen Nachteile die fehlenden coolen Spiele angaben. Zwar meinte einer von ihnen, “zocken tut man ja sowieso auf einer Konsole”, dennoch glaube ich, dass wenn es das Lieblingsspiel auch unter Linux gibt, der Umstieg für viele noch einfacher werden dürfte.

Bei so vielen tollen News gibt es natürlich auch den einen oder anderen Wehrmutstropfen. Dass durch das Portieren des Steam-Clients natürlich nicht gleich hunderte Spiele bereit stehen, sollte den meisten klar sein, doch die Anzahl wächst und falls Valve eine Chance auf dem hart umkämpften Konsolen-Markt haben möchte, sollten sie sich auch dringen darum bemühen diesen Trend zu fördern. Mit Klassikern wie Half-Life 1 und das originale Counter-Strike kann man vielleicht ein paar Veteranen glücklich machen, aber der große Wuuumbs ist dadurch natürlich nicht zu erwarten.

Das zweite Problem ist, dass die Verteilung von Software unter Linux gänzlich anders funktioniert wie im Windows und Mac-Universum. Anstatt dass Software-Erzeuger selbst Pakete erstellen, ist dies unter Linux die Aufgabe der Distributoren, die dazu allerdings am besten den Quelltext der Software zur Verfügung haben. Das ist aber weder beim Client selbst noch bei den Spielen der Fall und so ist der Support auf anderen Distributionen, als den vom Hersteller vorgesehenen, nur eingeschränkt möglich. Valve hat für Steam Ubuntu in der 32-bit Variante gewählt, wohl mit dem Hintergedanken, dass dieses (und alle direkten Ableger) den größten Marktanteil unter den Desktop-Linuxen hat. Momentan befindet sich der Client noch in der Beta-Phase insofern ist nicht sicher, ob es bei 32-bit und Ubuntu bleibt, fürs erste ist das aber anzunehmen. Ich verwende selbst aber bereits jahrelang Arch Linux als meine Hauptdistribution und bin damit auch sehr glücklich. In diesem Artikel möchte ich daher einen kurzen Statusbericht liefern, wie gut Steam mit einem 64-bit Arch Linux umzugehen weiß.
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